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Pflanzliche Eindringlinge (invasive Neophyten)

Aktionstag 2016

Riesenbärenklau, Ambrosie, Staudenknöterich, Drüsiges Springkraut und Goldrute haben ein gemeinsames Merkmal: Sie zählen zu den invasiven Neophyten. Das sind nicht-heimische Pflanzenarten, die durch den Menschen ab 1500 absichtlich als Zier- oder Nutzpflanzen oder unabsichtlich über Straße, Schiene, Luft- und Wasserweg einführt worden sind.

Sie gefährden unsere Gesundheit, unsere heimischen Lebensräume, Pflanzen- und Tierarten und verursachen große volkswirtschaftliche Schäden, die mit hohen Folgekosten verbunden sind.

Um dem überaus raschen Voranschreiten Einhalt zu gebieten, initiiert die Steiermärkische Landesregierung, Abteilung 13 – Umwelt und Raumordnung, Referat Naturschutz, zusammen mit der Steiermärkischen Berg- und Naturwacht zum Schutz heimischer Lebensräume in der gesamten Steiermark einen jährlich wiederkehrenden Aktionstag zum Eindämmen der invasiven Neophyten am Samstag, den 2. Juli 2016.

So wie in den vergangenen Jahren, soll auch heuer wieder gegen die oben genannten Arten vorgegangen werden.

Bei der Bekämpfung des Riesenbärenklaus, der schwere Hautentzündungen hervorruft, müssen Haut und Augen durch entsprechende Kleidung und Brillen gut vor dem Pflanzensaft geschützt sein. Die beste Zeit für Bekämpfungsmaßnahmen ist daher bei bewölktem und kühlem Wetter oder am Abend bzw. im Schatten.

– Die wirksamste Art der Bekämpfung dieser Art ist das Durchstechen der Wurzel mit einem Spaten 10 – 15 cm unter der Erde. Dann hebt man die gesamte Pflanze von der übrigen Wurzel ab. Die Pflanze – ohne Fruchtstände – kann man zum Vertrocknen liegen lassen.

– Mahd kurz vor der Blütezeit, tötet die Pflanzen nicht ab, sondern schwächt sie nur. Zumindest könne keine Blüten mehr gebildet werden. Diese Maßnahme ist sehr zeit- und arbeitsaufwendig, denn sie muss 6 – 8 mal (alle 2 – 4 Wochen) während der Vegetationsperiode durchgeführt werden und in fünf darauffolgenden Jahren.

Keinesfalls dürfen Blüten- oder Fruchtstände im Bio- oder Restmüll entsorgt werden, da die Gefahr der Verbreitung zu groß ist. Am geeignetsten ist eine professionelle Kompostieranlage, in der hohe Temperaturen entstehen, da die Samen erst ab 70 ° Celsius keimunfähig werden.

Jede/r Grundeigentümer/in sollte sein/ihr Grundstück so gut es geht frei von invasiven Neophyten halten. Werden einzelne und kleinere Bestände vor der Samenbildung gezielt entfernt, kann damit ein weiteres Ausbreiten dieser Problemarten verhindert werden.

Hier finden Sie Maßnahmen gegen Riesenbärenklau & Co:

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